Logo Niedersächsisches Landesgesundheitsamt Niedersachen klar Logo

Historie der Poliomyelitis in Deutschland

Die Entwicklung der Poliomyelitis in Deutschland ist in der Graphik dargestellt.

Die letzte schwere Poliomyelitis-Epidemie fand in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1961 statt. Mit der Einführung des oral zu gebenden Lebendimpfstoffes (OPV) nach Sabin kam es zu einer raschen Abnahme der Erkrankungs- und Todesfälle.

In den 80er Jahren traten nur noch wenige Poliomyelitis-Erkrankungen auf. Bereits Mitte der 80er Jahre konnten die vereinzelten Polio-Erkrankungen meist entweder als eingeschleppt oder als durch eine Impfvirus verursacht (VAPP = Vaccine assoziierte paralytische Pliomyelitis) definiert werden. Der letzte in der Bundesrepublik Deutschland erworbene, d.h. autochthone Poliomyelitisfall wurde 1990 registriert.

Entwicklung der Erkrankungsfälle an Poliomyelitis in Deutschland

Anhand der Auswertungen der Schuleingangsuntersuchungen liegen die Daten zur Durchimpfung bei den 5 bis 7 Jährigen Kindern vor. Zur Zeit sind ca. 95% der Kinder dieser Altersgruppe ausreichend gegen Polio geimpft. Aktuelle Daten zur Durchimpfung der Einschüler in Deutschland liegen dem RKI vor.

Allerdings liegen kaum Daten zur zeitgerechten Impfung bei Kindern bis zum zweiten Lebensjahr sowie zum Immunstatus von Erwachsenen vor. Vor allem bei der letzten Gruppe muss sicherlich mit deutlichen Defiziten gerechnet werden.

Entwicklung der Erkrankungsfälle an Poliomyelitis in Deutschland

Entwicklung der Erkrankungsfälle an Poliomyelitis in Deutschland

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln