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Pfad  >  Home  >  Infektionen & Hygiene  >  Krankenhaushygiene
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Rahmen-Hygieneplan gem. § 36 IfSG für Justizvollzugsanstalten
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Empfehlungen zur Verhütung der nosokomialen Übertragung von HBV, HCV und HIV durch infiziertes Personal im Gesundheitswesen
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Tierhaltung in Kindergärten und Kindertagesstätten
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Merkblatt zur Hygiene-Verordnung
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Stellungnahme des NLGA zur DIN 1946-4/2008 Raumlufttechnische Anlagen in Gebäuden und Räumen des Gesundheitswesens
PDF, 113 KB
Krankenhaushygiene
Die Hygiene ist ein Fachgebiet der Präventivmedizin und beschäftigt sich mit den Mechanismen der Wechselbeziehung des menschlichen Organismus mit seiner Umwelt.

Im Gegensatz zur kurativen Medizin, die sich mit der Linderung und Heilung von Krankheiten beim Menschen beschäftigt, bemüht sich die Hygiene, die Entstehung von Erkrankungen durch geeignete Maßnahmen bereits im Vorfeld zu verhindern.

Wie neuere Untersuchungen gezeigt haben, muss in Deutschland damit gerechnet werden, dass es bei etwa 3 - 5 % der Krankenhaus-Patienten zu sogenannten nosokomialen Infektionen kommt. Diese erst im Krankenhaus erworbenen Infektionen führen nicht nur zu einer Verlängerung der Krankheitsdauer, vermehren das Leiden der Patienten und können im Einzelfall sogar den Tod eines Patienten herbeiführen, sondern sie verursachen auch einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden. In Veröffentlichungen konnte gezeigt werden, dass sich 20-30 % dieser nosokomialen Infektionen durch sorgfältige Organisation der Abläufe in den Krankenhäusern und durch geeignete hygienische Maßnahmen vermeiden lassen.
Es ist die Aufgabe der Krankenhaushygiene, durch Erarbeiten von Richtlinien und Handlungsempfehlungen, durch Weiterbildung und Beratung des Krankenhauspersonals und durch fortlaufende Kontrolle wichtiger Arbeits- und Funktionsabläufe zur Senkung der Krankenhausinfektionen beizutragen. Angestrebt wird dabei eine deutliche Verminderung der Rate an Pneumonien, Wundinfektionen, Sepsisfällen und Harnwegsinfektionen, die maßgeblich zur Verlängerung der Krankheitsdauer und zur Kostenerhöhung beitragen. Eine konsequent durchgeführte Krankenhaushygiene ist deshalb Bestandteil des Qualitätsmanagements eines jeden Krankenhauses und auch jeder Arztpraxis und ist sowohl aus ärztlicher wie auch aus ökonomischer Sicht im Zeitalter von Fallpauschalen unerlässlich.

Diagnostik
Das Niedersächische Landesgesundheitsamt (NLGA) führt krankenhaushygienische Untersuchungen von Patienten- und Umgebungsproben durch und überprüft die Desinfektions- und Sterilisationsleistungen von Geräten in Krankenhäusern und Arztpraxen.

Beratung
Bei Krankenhausbegehungen wird beratend auf mögliche Infektionsquellen hingewiesen. Auch bei speziell aufgetretenen Problemen kann das Landesgesundheitsamt konsiliarisch tätig werden. Im Fall von Krankenhausneu- oder -umbauten bemüht sich das NLGA in Zusammenarbeit mit den Bauherren und Architekten um eine Optimierung der Gestaltung hinsichtlich der Hygiene. Zusätzlich bietet das NLGA auf dem Gebiet der Krankenhaushygiene jedes Jahr Weiterbildungsveranstaltungen für Ärzte, Schwestern und Pfleger sowie für Gesundheitsaufseher und -ingenieure an.

Zu aktuellen Problemen werden vom Landesgesundheitsamt Hilfen in Form von Stellungnahmen, wissenschaftlichen Arbeiten und Merkblättern angeboten, die teilweise auch im Internet publiziert werden.

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