Für die standardisierte Erhebung der ARE-Aktivität erfassen die Gesundheitsämter die Zahl der an ARE erkrankten Kinder in den jeweiligen Kindertageseinrichtungen in einer Berechnungstabelle. Hieraus lässt sich der ARE-Krankenstand, also das Verhältnis erkrankter zu betreuten Kindern berechnen.
Die Auswertung der Rohdaten aus der letzten Saison hat gezeigt, dass der ARE-Krankenstand ein geeigneter Indikator zur Bestimmung der ARE-Aktivität ist. Daher wird für die Berechnung der ARE-Aktivität ab der Saison 2007/2008 nur noch der ARE-Krankenstand für jeden Landkreis betrachtet.
Je nach Höhe des ARE-Krankenstandes wird eine Aktivitätskategorie zugewiesen. Hierbei wird zwischen fünf Kategorien unterschieden: keine, geringe, mittlere, hohe und sehr hohe Aktivität.
Für die Einteilung in diese Kategorien wurden Grenzwerte festgelegt. Anhand der jeweiligen Rohdaten der letzten Saison wurde der Wert bestimmt unter dem 25% der Werte pro Landkreis lagen (1. Quartil). Dieser Basiswert bildet die Obergrenze der unteren Kategorie. Die Grenzwerte für jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt werden einzeln festgelegt, um zu verhindern, dass einige Landkreise überwiegend niedrige andere fast ausschließlich hohe Aktivität melden, wie das in der vergangenen Saison der Fall war. So können die Schwankungen in den Erkrankungszahlen deutlicher dargestellt werden. Die Schwellenwerte für die übrigen Kategorien ergeben sich als Abweichungen vom Basiswert für jede Woche (Tabelle 1):