Das Influenza-Virus A/H1N1/09 hat sich von Mexiko ausgehend weltweit verbreitet. Am 11.6.2009 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Warnstufe 6 ausgerufen, da das Virus in mehr als einer WHO-Region fortwährend von Mensch zu Mensch übertragen wird. In ganz Deutschland zählen die Behörden inzwischen mehrere tausend Erkrankungen. In Niedersachsen wurde die neue Virusvariante vom NLGA erstmals am 1.6. nachgewiesen. Informationen zur aktuellen Lage in Niedersachsen finden Sie auf unserer Internetseite unter Schwerpunktthemen > Akute respiratorische Erkrankungen. Die Symptome sind ähnlich wie bei der Grippe durch die bekannten saisonalen Influenzaviren. Da das neue Influenzavirus Bestandteile von Viren enthält, die bei Schweinen kursieren, wird es auch als "Schweinegrippe" bezeichnet. Aktuell verwenden die internationalen und nationalen Gesundheitsbehörden den Begriff "Neue Grippe". Es handelt sich um den Virustyp Influenza A/H1N1/09.
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Info-Telefon zum Thema "Neue Influenza"
Für Fragen rund um das Thema "Neue Influenza A/H1N1" hat das NLGA ein Info-Telefon eingerichtet, das unter der Nummer 0511/4505-555 werktags (Mo.-Fr.) von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr zur Verfügung steht.
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Fragen und Antworten zum Thema "Impfung gegen die Neue Grippe/Influenza" finden Sie unter
www.grippeschutz.niedersachsen.de
Was ist die Neue Grippe?
Die Neue Grippe (Schweinegrippe) ist eine durch Influenzaviren des Typs A verursachte respiratorische Erkrankung, die vermutlich von Schweinen auf den Menschen übergesprungen ist. Die Infektionsrate von Schweinen mit Influenzaviren ist hoch, die Sterblichkeit jedoch niedrig. Die klassischen Schweine-Influenzaviren (Influenza-Subtyp A/H1N1) wurden erstmalig im Jahr 1930 isoliert. Wie alle Influenzaviren unterliegt das Schweine-Influenzavirus ständigen Veränderungen. Schweine können durch Schweine-Influenzaviren, aber auch aviäre (Vogel) und humane Influenzaviren infiziert werden. Bei einer gleichzeitigen Infektion mit verschiedenen Influenzaviren kann es zu einem Reassortment kommen (Austausch von Genen). Dadurch entstehen Viren, die aus Genfragmenten von Schweinen, Menschen und / oder Vögeln bestehen. Die Weltgesundheitsorganisation hat bei den im April 2009 aufgetretenen Erkrankungen von Menschen durch die Schweine-Influenzaviren eine neue Variante des Subtyps A/H1N1/09 festgestellt.
Mit H und N werden die beiden Eiweiße der Virushülle Hämagglutinin und Neuraminidase abgekürzt. Man unterscheidet gegenwärtig bei Influenza A-Viren 16 verschiedene Hämagglutinine- und 9 unterschiedliche Neuraminidasen in verschiedenen Kombinationen. Sämtliche Hämagglutinin- und Neuraminidase-Subtypen kommen bei Wasservögeln vor, die das Reservoir für Influenzaviren darstellen.
In der menschlichen Bevölkerung tritt die Influenza saisonal auf und wurde in den letzten Jahrzehnten von Influenza A-Viren der Subtypen H1N1 und H3N2 sowie von Typ B-Viren hervorgerufen.
Können Schweine-Influenzaviren auf den Menschen übertragen werden?
Schweine-Influenzaviren infizieren Menschen normalerweise nicht, sporadische Infektionen beim Menschen sind jedoch bekannt. Meist traten Infektionen bei Menschen auf, die direkten und engen Kontakt zu Schweinen hatten. In der Vergangenheit sind in den USA sporadisch Fälle registriert worden, in denen sich Menschen mit Schweine-Influenzaviren angesteckt haben.
Welche Symptome treten beim Menschen auf?
Die Symptome der Infektion mit dem neuen Grippevirus ähneln den Symptomen der saisonalen humanen Influenza.
Bei der Neuen Influenza treten in der Regel folgende Krankheitszeichen gemeinsam auf:
- plötzlich beginnendes Krankheitsgefühl mit Fieber > 38°C, teilweise mit Schüttelfrost
und
- Husten
Zusätzlich kann es auch zu Muskel-, Glieder- und/oder Kopfschmerzen oder Halsschmerzen kommen.
Die Neue Grippe verläuft bisher überwiegend milde und oft nur mit einem Teil der oben beschriebenen typischen Krankheitszeichen. Bei Personen mit chronischen Vorerkrankungen (z.B. chronische Krankheiten der Atemwegsorgane, des Herzkreislaufsystems oder der Immunabwehr) sowie bei Schwangeren und Säuglingen kann es aber auch zu schwereren Verläufen kommen.
Bei folgenden Symptomen benötigt ein Kind dringend medizinische Versorgung:
- Hohe Atemfrequenz und /oder erschwerte Atmung
- Blassgraue Hautfarbe
- Trinkverweigerung
- Erhöhte Müdigkeit, schwere Erweckbarkeit, Teilnahmslosigkeit
- Erhöhte Berührungsempfindlichkeit
- Erneutes Auftreten von Fieber und schwerem Husten nach erstem Abklingen von Erkältungssymptomen
- Fieber mit einem Hautausschlag
Wie unterscheidet sich eine Influenzainfektion von einer Erkältung (grippaler Infekt)?
Unter einem grippalen Infekt, umgangssprachlich Erkältung, versteht man eine Infektion der Schleimhaut (Nase), des Halses oder der Bronchien. Ein grippaler Infekt kann durch unterschiedliche Viren oder Bakterien hervorgerufen werden. In der Regel dauert eine Erkältung eine Woche. Die Inkubationszeit beträgt etwa zwei bis acht Tage. Die Symptome erfolgen in verschiedenen Phasen. Eine Erkältung beginnt zunächst langsam mit Halskratzen bis hin zu Halsschmerzen und Schluckbeschwerden, im Anschluss (oder zur selben Zeit) tritt eine Entzündung der Nasenschleimhäute (Schnupfen) auf. Meist treten für vier bis fünf Tage Kopf- und Gliederschmerzen begleitend auf. Ab dem sechsten Erkrankungstag kann sich auch ein trockener Reizhusten entwickeln der im weiteren Verlauf manchmal in einen festsitzenden Husten übergeht. Eine Influenzainfektion hingegen beginnt meist plötzlich mit Fieber, Abgeschlagenheit und Muskel- und Gliederschmerzen. Es kann bis zu 14 Tage dauern, bis die Symptome abgeklungen sind. (s. "Welche Symptome treten beim Mensch auf")
Wie verhalte ich mich, wenn ich befürchte, mich mit dem neuen Grippevirus angesteckt zu haben?
Ein Arztbesuch ist nicht in jedem Fall erforderlich. Dieser sollte von der Schwere der Erkrankung und der Krankengeschichte des Betroffenen abhängig gemacht werden. Wenn Sie einen Arzt aufsuchen, nehmen Sie bitte vorher telefonisch Kontakt mit diesem auf, um das weitere Vorgehen zu besprechen.
Erkrankte sollten unbedingt die folgenden Verhaltensregeln beachten.
- Möglichst Abstand zu anderen Personen /Familienmitgliedern halten. Wenn räumlich möglich, Schlafen und Aufenthalt in räumlicher Trennung der Erkrankten zu Nicht-Erkrankten.
- Beim Husten und Niesen von anderen Personen Abstand halten und am besten ein Papiertaschentuch vor den Mund halten, das nach Gebrauch in den Abfall entsorgt wird. Anschließend möglichst die Hände waschen. Wenn kein Papiertaschentuch zur Verfügung steht, sollte in den Ärmel gehustet und geniest werden (nicht in die Hand!).
- Auf Körperkontakte wie Umarmen, Küssen, Händeschütteln usw. verzichten.
- Nicht das Besteck, Trinkgefäße oder Geschirr mit anderen teilen.
Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Schule oder in der Öffentlichkeit wird nicht empfohlen, da ein wirksamer Schutz vor einer Ansteckung im alltäglichen Leben damit nicht erreicht werden kann.
Ist die labordiagnostische Bestätigung eines Verdachtes auf Neue Influenza notwendig?
Eine Labordiagnose wird bei der Neuen Influenza nur noch in bestimmten Fällen (z.B. bei Erkrankten mit chronischen Grundkrankheiten, Schwangeren, Säuglingen bis 6 Monaten und bei schweren Erkrankungsverläufen) empfohlen, soweit diese ergänzend zum klinischen Befund für notwendig erachtet wird. Im Einzelfall entscheidet der behandelnde Arzt, ob eine labordiagnostische Abklärung erfolgen sollte.
Der Grund liegt darin, dass sich die Strategie im Umgang mit der Neuen Influenza geändert hat. Nach dem Auftreten der ersten Fälle im Sommer war es wichtig, jeden Fall labordiagnostisch zu bestätigen, um eine gesicherte Entscheidungsgrundlage für die Maßnahmen des Infektionsschutzes (Quarantänemaßnahmen) zu haben.
Inzwischen hat sich die Lage geändert. Aufgrund der jahreszeitlichen Witterungsbedingungen kann sich das Virus besser verbreiten als im Sommer. Der Erkrankungsverlauf der Neuen Influenza ist überwiegend milde und vergleichbar mit der saisonalen Influenza. Gegen die Neue Influenza steht eine Impfung zur Verfügung die zunächst besonders gefährdeten Personengruppen empfohlen wird. Daher wird der Umfang der Maßnahmen des Infektionsschutzes im Einzelfall reduziert. Wichtig ist vor allem, bei einer Erkrankung bis einen Tag nach Ende der Symptome keine Kindergärten, Schulen oder Arbeitsplätze zu besuchen, den Kontakt zu anderen Personen zu reduzieren, und Hygienemaßnahmen einzuhalten. Diese Maßnahmen entsprechen denen, die auch bei einer normalen saisonalen Grippe oder einem grippalen Infekt selbstverständlich sein sollten. Insofern ist es nicht mehr erforderlich, jeden Fall labordiagnostisch zu bestätigen.
Um ein Gesamtbild der Lage zu erhalten, werden im Landesgesundheitsamt Abstriche aus 50 sog. niedersächsischen Beobachtungspraxen untersucht. Von den Abstrichen ist derzeit ein hoher Anteil positiv auf Neue Influenza. Falls bei ihnen entsprechende Symptome einer Influenza (plötzlich beginnendes Krankheitsgefühl mit Fieber > 38°C, teilweise mit Schüttelfrost und Husten; zusätzlich kann es auch zu Muskel-, Glieder- und/oder Kopfschmerzen oder Halsschmerzen) vorliegen, kann der Arzt auch ohne Labortest mit ziemlicher Gewissheit die neue Influenza feststellen.
Kann man durch den Verzehr von Schweinefleisch erkranken?
Die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gehen davon aus, dass Schweine-Influenzaviren nicht durch Nahrungsmittel übertragen werden und weisen darauf hin, dass ein Erhitzen von Schweinefleisch auf 72 Grad Celsius (Kerntemperatur) das Schweine-Influenzavirus sicher abtötet. In Deutschland ist das Bundesinstitut für Risikobewertung mit der Sicherheit von Lebensmitteln befasst.
Wie wird das neue Grippevirus verbreitet?
Entsprechende Influenzaviren können direkt von Schwein zu Mensch (aber auch von Mensch zu Schwein) übertragen werden. Bisher sind Infektionen beim Menschen in erster Linie durch den direkten Kontakt zu Schweinen erfolgt. Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung erfolgt auf gleiche Weise wie die humane Influenza-Infektion vorwiegend durch Tröpfchen-Infektion (zum Beispiel beim Husten oder Niesen) aber manchmal auch durch Schmierinfektion über die Hände nach Kontakt mit Gegenständen oder Oberflächen, die mit den Erregern verunreinigt sind.
Welche Personengruppen sind von einem schweren Erkrankungsverlauf besonders gefährdet?
Da es sich um eine Grippeerkrankung handelt, sind wie bei der saisonalen Influenza auch, besonders Menschen mit chronischen Erkrankungen z.B. der Atemwege sowie Menschen mit einer eingeschränkten Immunabwehr, Schwangere, Säuglinge und Kinder gefährdet.
Im Unterschied zur saisonalen Influenza sind von der Neuen Influenza in einem hohen Ausmaß auch jüngere Erwachsene im Alter zwischen 20-40 Jahren von der Erkrankung betroffen.
Wie lang ist die Inkubationszeit?
Wie bei der saisonalen Influenza geht man derzeit von einer Inkubationszeit von einem Tag bis 3 Tagen aus. In Einzelfällen können auch bis zu 7 Tagen vergehen, bis es nach einer Infektion mit dem Erreger zum Auftreten von Krankheitssymptomen kommen kann.
Wie lange ist die Infektion mit dem neuen Grippevirus ansteckend?
Menschen mit einer Infektion können bereits 24 Stunden vor dem Auftreten von Symptomen ansteckend sein. In jedem Fall ist von einer Ansteckungsfähigkeit bis 24 Stunden nach Abklingen der Symptome (insbesondere Fieber) auszugehen.
Wie lange kann das Virus außerhalb des Körpers überleben?
Influenzaviren können mehrere Stunden und länger an Oberflächen wie z.B. Türgriffen, Treppengeländern, Tischen oder Geschirr überleben. Regelmäßiges Händewaschen kann die Gefahr der Virusübertragung durch Gegenstände reduzieren.
Wie kann sich ein Betrieb auf die Neue Influenza vorbereiten?
Durch die große Vielfalt von Betrieben in verschiedenen Branchen, mit verschiedenen Produkten und verschiedenen Dienstleistungen und unterschiedlichen Kunden, ist es schwierig einen allgemeingültigen Plan für alle Betriebe zu erstellen. Planungen zur Bewältigung der Auswirkungen einer Influenzapandemie in Betrieben und die geeigneten Maßnahmen müssen daher eigenverantwortlich durchgeführt werden. Der Betriebsarzt oder das zuständige Gesundheitsamt stehen hier beratend zu Verfügung. Das "Handbuch Betriebliche Pandemieplanung" des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe und des Landes Baden-Württembergs bietet Hinweise und Hilfestellungen zu diesem Thema an. Für die Pandemieplanung in Arztpraxen hat die Bundesärztekammer ein entsprechendes Dokument erarbeitet, für Apotheken steht ein weiteres Dokument zur Verfügung.
Wie schwer verläuft die Infektion mit dem neuen Grippevirus?
Der Erkrankungsverlauf kann sehr unterschiedlich sein. Es sind Verläufe ohne Krankheitszeichen bekannt, aber in Einzelfällen auch sehr schwere, tödliche Verläufe. In der Regel ist der Verlauf der eines akuten, fieberhaften Atemwegsinfektes mit Fieber, Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen (s. auch "Welche Symptome treten beim Menschen auf?").
Wie kann eine Infektion mit dem neuen Grippevirus diagnostiziert werden?
Für eine Diagnose der Neuen Influenza stehen entsprechende Nachweisverfahren zur Verfügung. Eine Labordiagnose ist aber nicht in jedem Fall erforderlich, sondern wird nur bei besonders schweren Verläufen und für Erkrankte mit chronischen Grunderkrankungen empfohlen. Grundsätzlich sollten die in der Frage "Wie verhalte ich mich, wenn ich befürchte, mich mit dem neuen Grippevirus angesteckt zu haben?" genannten Verhaltensregeln beachtet werden..
Welche Medikamente stehen zur Verfügung?
Es gibt verschiedene antivirale Wirksubstanzen, die gegen Influenza-Viren eingesetzt werden können: Die Neuraminidasehemmer Oseltamivir und Zanamivir sowie Amantadin. Wirksamkeitsprüfungen der amerikanischen Infektionsschutzbehörde CDC zeigen, dass die Neuraminidasehemmer Oseltamivir (Produktname Taminflu®) und Zanamivir (Produktname Relenza ®) derzeit bei dem neuen Schweine-Influenzavirus wirksam sind. Bei einigen aktuell Erkrankten sind Resistenzen gegen Amantidin aufgetreten, so dass diese Wirksubstanz nicht zur Therapie herangezogen werden sollte. Für die niedersächsische Bevölkerung stehen ausreichend Medikamente zur Therapie der Neuen Grippe zur Verfügung.
Wie kann ich mich vor einer Ansteckung mit dem neuen Grippevirus schützen?
Den wirksamsten Schutz vor einer Erkrankung bietet eine Impfung gegen die Neue Grippe. Fragen und Antworten diesem Thema finden Sie unter www.grippeschutz.niedersachsen.de.
Darüber hinaus können Sie sich durch persönliche Schutzmaßnahmen vor einer Übertragung von Influenzaviren schützen:
- Händehygiene, Waschen der Hände mit warmem Wasser und Seife für 15-20 Sekunden
- Vermeiden Sie es, mit den Händen Auge, Nase oder Mund zu berühren, dies sind die "Eintrittspforten" für das Virus
- Meiden sie Kontakt zu kranken Personen.
Gab es in der Vergangenheit bereits Ausbrüche von Infektionen mit dem neuen Grippevirus?
In den USA gab es im Jahr 1976 in New Jersey einen Ausbruch unter Soldaten. Vier Soldaten erkrankten an einer Pneumonie. Es gab einen Todesfall. Die Übertragung erfolgte von Mensch zu Mensch. Die genauen Umstände der Erkrankungen konnten nicht aufgeklärt werden.
In welchen Ländern ist das Neue Influenzavirus bereits verbreitet?
In nahezu allen Ländern der Welt sind inzwischen Infektionen mit dem Neuen Influenzavirus aufgetreten. (Siehe auch "Wie kann ich Informationen zur aktuelle Situation erhalten?")
Kann man in die Gebiete reisen, in denen das neue Grippevirus aufgetreten ist?
In Deutschland gibt generell das Auswärtige Amt Reisehinweise für Bürger auf seiner Internetseite heraus. Die üblichen Hygieneempfehlungen, die auch in Deutschland immer umgesetzt werden sollten, gelten selbstverständlich auch auf allen Reisen.
Wie kann ich Informationen zur aktuelle Situation erhalten?
Zur internationalen Situation gibt es Informationen auf den Internetseiten der Weltgesundheitsorganisation (WHO), des Europäischen Zentrums für Infektionsschutz und Prävention (ECDC) und der US-Gesundheitsbehörde CDC. Für Deutschland veröffentlicht das Robert Koch-Institut in Berlin Situationseinschätzungen auf seinen Internetseiten, die auch regelmäßig an die Landesbehörden weitergeleitet werden, damit die Gesundheitsämter vor Ort ebenfalls Auskunft geben können (siehe Spalte links).
Sollte man bei einer Reise ins Ausland Medikamente zur Behandlung der Neuen Influenza mitnehmen?
Dies sollte vor einer Reise mit einem Arzt/einer Ärztin besprochen werden. Eine prophylaktische (vorbeugende) Einnahme während der Reise ohne dass Krankheitssymptome bestehen, wird aktuell nicht empfohlen. Eine Mitnahme der in Frage kommenden Medikamente (siehe "Welche Medikamente stehen zur Verfügung") für den Fall, dass es während der Reise zu grippeähnlichen Symptomen kommt, kann aufgrund möglicher Versorgungsengpässe in den betroffenen Regionen sinnvoll sein.
Wo kann man sich aktuell über Reisen informieren?
Aktuelle Informationen zu Reisewarnungen und Sicherheitshinweise finden sich unter: www.auswaertiges-amt.de
Was bedeutet die Phase 6?
Das Ausrufen der Phase 6 durch die WHO bedeutet, dass es zu vermehrten Mensch-zu-Mensch-Übertragungen in mindestens 2 verschiedenen WHO Regionen gekommen ist. Für Deutschland ändert sich zur Zeit jedoch nichts. Die Phase 6 bedeutet lediglich, dass nun alle Regierungen über die Pandemie (weltweite Verbreitung der Neuen Grippe) informiert sind und nun ihre eigenen nationalen Pandemiepläne umsetzen müssen. Deutschland ist auf so einen Fall, durch den nationalen Pandemieplan gut vorbereitet.