Bedingt durch die Novellierung der Trinkwasserverordnung, die für Untersuchungsstellen die erfolgreiche Teilnahme an externen Qualitätssicherungsprogrammen fordert, ergab sich die Notwendigkeit, die "Ringversuchslandschaft" für Trinkwasser in Deutschland neu zu ordnen und zu harmonisieren.
Nach Anhörung der Trinkwasserkommission beim Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) und Konsultation der Ringversuchsveranstalter hat das Umweltbundesamt (UBA) Empfehlungen zur Durchführung dieser Ringversuche erarbeitet und im Bundesgesundheitsblatt (zur Mikrobiologie: 2002, Bd. 45, S. 905 und zur Chemie: 2003, Bd. 46, Heft 11) veröffentlicht. Auf dieser Basis haben die zur Zeit auf diesem Gebiet tätigen Ringversuchsveranstalter ein Konzept zur harmonisierten Durchführung der Ringversuche ausgearbeitet, das sowohl den Anforderungen der Empfehlung als auch so weit wie möglich den Bedürfnissen der Laboratorien Rechnung trägt (s. Info-Flyer)
Die vier Ringversuchsausrichter optimieren durch regelmäßige Kontakte auch mit dem Umweltbundesamt die Durchführung. Mit dem Land Nordrhein-Westfalen (lögd) gibt es darüber hinaus eine gemeinsame Lenkungsgruppe zu den Ringversuchen, die Jahrestagungen ausrichtet, die zuständigen Ministerien berät und eine fachlich-wissenschaftliche Begleitung der Ringversuche sicherstellt.
Der Standort Aurich ist einziger Anbieter für mikrobiologische Trinkwasserringversuche in Deutschland.
Das Ringversuchssystem wird komplettiert durch hygienisch-chemische Parameter. An diesen Ringversuchen nehmen regelmäßig 4 mal im Jahr etwa 400 – 500 Labore aus Deutschland und dem benachbarten Ausland teil.
Die Ringversuche sind auch für externe Qualitätskontrollen der Untersuchungsverfahren bei Beckenbädern (DIN 19643) und für EU-Badegewässer geeignet.
Ergebnisse der Ringversuche 2010