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Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember

Zum 29. Mal wird am 1. Dezember 2017 der Welt-AIDS-Tag begangen. Mit verschiedensten Aktionen wird an diesem Tag an HIV und AIDS erinnert und zur Solidarität mit HIV-Betroffenen aufgerufen. Die diesjährige Kampagne läuft unter dem Motto „Positiv zusammen leben" und möchte verdeutlichen, „dass Zurückweisung und Ausgrenzung aufgrund einer HIV-Infektion sowie die Angst davor angesichts einer verbesserten medizinischen Versorgungslage für viele Betroffene heute meist schwerer wiegen als die gesundheitlichen Folgen der Infektion." Die Kampagne wird von zahlreichen Institutionen und Organisationen gemeinsam getragen, darunter die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), die Deutsche AIDS-Hilfe (DAH) und die Deutsche AIDS-Stiftung.

Nach Schätzungen der WHO lebten Ende des Jahres 2016 weltweit 36,7 Millionen Menschen mit HIV und 1,8 Millionen Menschen haben sich 2016 neu mit HIV infiziert. Am stärksten betroffen sind die Regionen Ost- und Südafrika mit 43% aller HIV-Neuinfektionen.

Zur Beschreibung der HIV/AIDS-Epidemie in Deutschland wird vom Robert Koch-Institut (RKI) jährlich eine Schätzung mittels mathematischer Modelle vorgenommen, die sich auf verschiedene Datenquellen stützen. Die Berechnung erfolgt auch für die zurückliegenden Jahre jedes Jahr neu, daher sind die jetzt veröffentlichten Daten nicht mit denen der Vorjahre vergleichbar.

In Deutschland lebten nach der aktuellen Schätzung des RKI Ende 2016 rund 88.400 Menschen mit HIV/AIDS. Mit geschätzten 56.100 Personen waren nach wie vor Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), die am häufigsten von HIV/AIDS betroffene Gruppe in Deutschland. Die Zahl der HIV-Neuinfektionen im Jahr 2016 wurde auf 3.100 geschätzt und bleibt damit gegenüber dem Vorjahr konstant. Als wesentlich für eine Reduktion der Neuinfektionen wird die frühzeitige Diagnose angesehen. Schätzungen zufolge waren 2016 etwa 12.700 Personen mit HIV infiziert, aber noch nicht diagnostiziert. Diese Personen können somit unwissentlich die Infektion weitergeben.

In Niedersachsen lebten nach der Schätzung des RKI Ende des Jahres 2016 rund 4.500 Menschen mit HIV/AIDS. Neu infiziert haben sich im Jahr 2016 geschätzt 200 Personen und schätzungsweise 40 HIV-Infizierte sind 2016 verstorben.

In Deutschland wurden 2016 bei etwa 86% der HIV-infizierten Menschen die Diagnose HIV-Infektion gestellt, etwa 86% der Menschen mit HIV-Diagnose wurden antiretroviral behandelt und etwa 93% der behandelten Personen wurden erfolgreich therapiert. Damit wurde das Ziel, das von UNAIDS mit „90-90-90" formuliert wurde, für den letzten Punkt, die erfolgreiche Therapie, in 2016 erreicht. Bezüglich der HIV-Diagnose und der Einleitung einer Behandlung sind jedoch weitere Anstrengungen erforderlich.

Weitere Daten der aktuellen Schätzung finden Sie im Epidemiologischen Bulletin Ausgabe 47/2017 des Robert Koch-Instituts.

Postkarten, Plakate und Flyer der aktuellen Kampagne können z. B. über die Deutsche AIDS-Hilfe oder die Bundeszentrale für gesundheitsliche Aufklärung (BZgA) kostenlos bestellt werden.

http://www.aidshilfe.de > Service > Material bestellen

http://www.bzga.de > Infomaterialien > HIV/STI-Prävention

Weitere Informationen zum Welt-AIDS-Tag gibt es im Internet unter https://www.welt-aids-tag.de

Schleife, Welt-AIDS-Tag
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