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Schuleingangsuntersuchung

In Niedersachsen werden Kinder vor dem Start in das Schulleben schulärztlich untersucht, um schulrelevante gesundheitliche und entwicklungsbezogene Beeinträchtigungen möglichst frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig Präventionsmaßnahmen zu initiieren. Als Screeninguntersuchung (Verfahren zur Reihenuntersuchung einer großen Personengruppe) dient die Schuleingangsuntersuchung nicht der Feststellung behandlungsbedürftiger Erkrankungen und stellt somit keinen Ersatz zu den Kinder-Früherkennungsuntersuchungen (U-Untersuchungen) dar.

Die rechtliche Grundlage für die Schuleingangsuntersuchung ist für Niedersachsen in § 5 Absatz 2 des Niedersächsischen Gesetzes über den öffentlichen Gesundheitsdienst (NGöGD) sowie § 56 des Niedersächsischen Schulgesetzes (NSchG)zu finden.

Die Durchführung der standardisierten Schuleingangsuntersuchung obliegt in Niedersachsen den Kinder- und Jugendärztlichen Diensten des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (KJGD) der einzelnen Landkreise, der kreisfreien Städte und der Region Hannover.
Das jeweils zuständige Gesundheitsamt lädt alle Kinder, die vom Einwohnermeldeamt als schulpflichtig gemeldet werden, schriftlich zur Schuleingangsuntersuchung ein. Der Termin findet - je nach Landkreis - im Kindergarten, in der Schule oder im Gesundheitsamt statt.
Die Untersuchung gliedert sich in zwei Teile: Im ersten Teil dokumentiert die/der Sozialmedizinische Assistent/in die kindliche Vorgeschichte, kontrolliert das Vorsorgeheft und den Impfpass, führt einen Hör- und Sehtest durch und misst die Körpergröße und das Gewicht des Kindes. Im zweiten Teil untersucht die Schulärztin/der Schularzt vor allem die sprachlichen, motorischen und kognitiven Fähigkeiten, das Zahlen- und Mengenverständnis und das Verhalten. Sollte ein Förderbedarf festgestellt werden, erhalten die Eltern in einem abschließenden Gespräch Empfehlungen und weiterführende Informationen.

Die Untersuchungsergebnisse werden der Schule nur auf Wunsch der Eltern oder mit deren Kenntnis mitgeteilt. Wenn die Teilnahme des Kindes am Unterricht beeinflusst wird, z. B. bei chronischen Erkrankungen, die eine Teilnahme am Sportunterricht verhindern, oder wenn das Kind auf einen Rollstuhl und damit auf entsprechende bauliche Voraussetzungen angewiesen ist, kann die Schule entsprechende Vorkehrungen treffen.

Weitere Informationen zum Ablauf der Schuleingangsuntersuchung finden sich auf den jeweiligen Webseiten der Gesundheitsämter der Landkreise, der kreisfreien Städte und der Region Hannover.


Schuleingangsuntersuchung
Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Katharina Hespe-Jungesblut

Nds. Landesgesundheitsamt
Roesebeckstr. 4-6
30449 Hannover
Tel: 0511-4505-0

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