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Bewertungsschema ARE-Aktivität

Für die standardisierte Erhebung der ARE-Aktivität erfassen die Gesundheitsämter die Zahl der an ARE erkrankten Kinder in den jeweiligen Kindertageseinrichtungen in einer Berechnungstabelle. Hieraus lässt sich der ARE-Krankenstand, also das Verhältnis erkrankter zu betreuten Kindern berechnen.

Die Auswertung der Rohdaten hat gezeigt, dass der ARE-Krankenstand ein geeigneter Indikator zur Bestimmung der ARE-Aktivität ist. Je nach Höhe des ARE-Krankenstandes wird eine Aktivitätsstufe zugewiesen. Hierbei wird zwischen fünf Stufen unterschieden: keine, geringe, mittlere, hohe und sehr hohe Aktivität.

Von der Saison 2012 /2013 an werden für die Einteilung der ARE-Aktiviätsstufen anhand der jeweiligen Rohdaten der vergangenen vier Saisons Grenzwerte festgelegt. Da sich die mittleren Krankenstände der einzelnen Landkreise und kreisfreien Städte stark unterscheiden, werden die jeweiligen Grenzwerte einzeln festgelegt. Es werden die Werte bestimmt, unter denen jeweils 25%, 50%, 75% bzw. 90% der Werte pro Landkreis lagen (Perzentilen). Diese Perzentilen bilden die Stufengrenzen der ARE-Aktivität. So können die Schwankungen in den Erkrankungszahlen gut dargestellt werden:

Bewertungsschema zur Bestimmung der ARE-Aktivität
Bewertungsschema zur Bestimmung der ARE-Aktivität

In der kartographischen Darstellung werden die fünf Stufen in unterschiedlichen Flächenfarben dargestellt. Eine Veränderung der Stufe zur Vorwoche wird durch die Tendenzpfeile ersichtlich. „Stark zu- oder abnehmend" beschreibt demnach eine ARE-Aktivität, die sich im Vergleich zur Vorwoche um mindestens zwei Stufen verändert hat. Veränderungen um eine Stufe werden als 'zu- oder abnehmend' definiert.

Gemeinsam mit den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg, die ebenfalls eine ARE- Surveillance etabliert haben, erfolgt eine kartographische Darstellung der ARE-Aktivitäten in den wöchentlichen Berichten. An der Optimierung der gemeinsamen Darstellung wird in dieser Saison weiter gearbeitet. Ein Ziel der veränderten Bewertung ist damit auch die Vergleichbarkeit der Daten zwischen den Bundesländern zu verbessern und eine einheitliche Darstellung zu ermöglichen.

ARE-Surveillance
Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Dr. Armin Baillot

Nds. Landesgesundheitsamt
Roesebeckstr. 4-6
30449 Hannover

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