Logo Niedersächsisches Landesgesundheitsamt klar

Besondere Schwerpunktgruppen: Kinder/Jugendliche

Rund ein Drittel aller nach Deutschland einreisenden Flüchtlinge sind Kinder oder Jugendliche. Kinder und Jugendliche stellen eine besondere schutzbedürftige Personengruppe dar. Für die Aufklärung der Eltern und Jugendlichen stehen Ihnen folgende Materialien zur Verfügung:


Damit Kinder und Jugendliche aus asylsuchenden Familien so schnell wie möglich in die Gesellschaft integriert werden können, ist ein Kindergarten- und Schulbesuch von besonderer Bedeutung. Ab dem Zeitpunkt der Registrierung besteht für die Kinder in den entsprechenden Altersgruppen auch die Schulpflicht. In diesem Zusammenhang sind die folgenden medizinischen Untersuchungen bedeutsam:
  • Schuleingangsuntersuchung:
    Bevor Kinder in Niedersachsen eingeschult werden, wird eine sogenannte „Schuleingangsuntersuchung" von Ärztinnen und Ärzten der Gesundheitsämter durchgeführt. Bei der Untersuchung wird der körperliche, geistige und soziale Entwicklungstand des Kindes überprüft. Es wird geschaut, ob sich das Kind altersgerecht entwickelt hat und den schulischen Anforderungen gewachsen ist. Grundlage hierfür bildet § 5 des niedersächsischen Gesetzes über den öffentlichen Gesundheitsdienst (NGöGD) sowie § 56 des niedersächsischen Schulgesetzes (NSchG). Weitere Information zur Schuleingangsuntersuchung finden Sie hier.
  • Gesundheitsuntersuchung (für ältere Kinder und Jugendliche, die bereits schulpflichtig sind):
    Nicht alle Flüchtlingskinder, die in Niedersachsen aufgenommen werden, sind Schulanfänger. Die Ermittlung des Gesundheitszustandes und Entwicklungstandes ist auch für die Aufnahme in höhere Schulklassen sinnvoll und wichtig. Viele Gesundheitsämter in Niedersachsen führen daher auch für diese Kinder auf das Alter abgestimmte Untersuchungen durch.


Schulpflicht und Schulbesuchsrecht für Asylsuchende:

Für Asylsuchende in Niedersachsen besteht Schulpflicht, sobald sie nicht mehr in einer Erstaufnahmeeinrichtung wohnen und einer Gemeinde zugewiesen wurden (§ 47 Abs. 1 AsylG) und wenn sie bis zum 1. Oktober eines Jahres sechs Jahre alt geworden sind (§ 64 Abs. 1-3 Niedersächsisches Schulgesetz (NSchG): http://www.nds-voris.de/jportal/?quelle=jlink&query=SchulG+ND&psml=bsvorisprod.psml&max=true).

Weiter führende Informationen zu dem Thema „Schule und Recht in Niedersachsen" mit Bezug zu Asylsuchenden bzw. Personen mit nicht-deutscher Herkunftssprache sind auf der Seite der niedersächsischen Landesschulbehörde unter https://www.landesschulbehoerde-niedersachsen.de/news/asylbegehrende-schulpflicht-schulbesuchsrecht-1 und http://www.nds-voris.de/jportal/?quelle=jlink&query=VVND-224100-MK-20140701-SF&psml=bsvorisprod.psml&max=true bereitgestellt.

Einen Überblick über die Möglichkeiten der Integration von Flüchtlingen gibt die Broschüre „Recht auf Bildung für Flüchtlinge (Rahmenbedingungen des Zugangs zu Bildungsangeboten für Asylsuchende, Flüchtlinge und Migranten mit Duldung (schulische oder berufliche Aus- und Weiterbildung))": http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/redaktion/Dokumente/Publikationen/RechtBildung_2104druck.pdf



Gesundheit von Asylsuchenden und Flüchtlingen
Informationen der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN):

Informationen der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN):

Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA):

Informationen des Robert Koch-Instituts (RKI):

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Dr. Johannes Dreesman

Nds. Landesgesundheitsamt
Roesebeckstr. 4-6
30159 Hannover

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln