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Auskunft und Widerspruchsmöglichkeit für Betroffene

Auskunft

Alle Betroffenen können über eine Ärztin oder einen Arzt, eine Zahnärztin oder einen Zahnarzt Auskunft darüber erhalten, welche Daten das EKN über sie gespeichert hat. Dazu wird ein schriftlicher Antrag an die Vertrauensstelle des EKN gestellt. Daraufhin teilt die Vertrauensstelle der Ärztin oder dem Arzt die gespeicherten Daten mit. Die Ärztin oder der Arzt darf die betroffene Person nur mündlich informieren; die Mitteilung der Vertrauensstelle oder eine Kopie davon dürfen weder an die betroffene Person noch an Dritte weitergegeben werden.


Widerspruch

Sämtliche Personendaten werden unter strengen Datenschutzvorkehrungen verarbeitet. Daten, die eine Identifizierung der betroffenen Person ermöglichen, werden ausschließlich verschlüsselt gespeichert. Eine Entschlüsselung dieser Daten darf nur mit Zustimmung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung bei gesetzlich geregelten Anlässen erfolgen. Dazu zählen auch wissenschaftliche Auswertungen, von deren Ergebnissen die Betroffenen oder ihre Angehörigen profitieren können.

Durch die Meldepflicht wird in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung eingegriffen. Das Widerspruchsrecht stellt insoweit ein Korrektiv zum Schutz dieses Rechts dar. Ein eingelegter Widerspruch richtet sich allerdings nicht gegen die Datenübermittlung, sondern gegen die dauerhafte Speicherung von entschlüsselbaren Identitätsdaten.

Ein Widerspruch hat folgende Auswirkungen:
• Ein Widerspruch kann nicht rückgängig gemacht werden.
• Betroffene können keine Auskunft mehr über die zu ihrer Person im Register gespeicherten Daten erhalten.
• Bei regionalen Krebshäufungen können Betroffene nicht mehr in die Aufklärung und Ursachenforschung einbezogen werden.
• Bei Studien zu spezifischen Tumorerkrankungen kann kein Kontakt zu Betroffenen aufgenommen werden.

Das Widerspruchsrecht kann jederzeit - auch im Nachgang zu einer erfolgten Meldung - in Anspruch genommen werden.
Betroffene können bei allen Ärztinnen und Ärzten, Zahnärztinnen und Zahnärzten ihres Vertrauens den Widerspruch einlegen. Diese leiten den Widerspruch an die Vertrauensstelle weiter und erhalten eine Bestätigung des Eingangs.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den Widerspruch unmittelbar gegenüber der Vertrauensstelle schriftlich zu äußern. Dafür ist ein Formular zu verwenden, das von der Vertrauensstelle angefordert werden kann. Das ausgefüllte Formular ist zusammen mit der Kopie eines amtlichen Ausweises bei der Vertrauensstelle einzureichen. Die Vertrauensstelle bestätigt den Betroffenen den Eingang des Widerspruchs, unabhängig davon, ob im Krebsregister bereits eine Meldung für diese Person vorliegt.

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