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EurHealth-1Health

Grenz- und sektorübergreifendes Projekt zur Belämpfung von Infektionen durch besonders resistente Mikroorganismen


Projektinhalt und Ziele
Das Projekt EurHealth-1Health richtet sich auf eine der aktuell größten Herausforderungen der Gesundheitsversorgung: die Bekämpfung von Infektionen durch besonders resistente Mikroorganismen bei Menschen und Tieren, wodurch sich gravierende Risiken für Patienten und erhebliche Kosten für die Gesundheitssysteme ergeben. Um die Wirksamkeit von Antibiotika auch in Zukunft sicherzustellen und die bedrohliche Resistenzverbreitung zu stoppen, muss grenz- und sektorenübergreifend angesetzt werden. Dies geschieht im Projekt EurHealth-1Health mithilfe des OneHealth-Konzepts, indem die Maßnahmen grenzübergreifend (Deutschland, Niederlande), sektorenübergreifend (ambulant, stationär, Altenpflege, Reha-Einrichtungen) und fachgebietsübergreifend (Humanmedizin, Veterinärmedizin, PublicHealth) realisiert werden.

Projektziele

  • Schutz der Gesundheit der Menschen, jetzt und in der Zukunft,
  • Vorbeugung von vermeidbaren Infektionen mit besonders resistenten Mikroorganismen,
  • Reduktion von vermeidbaren Todesfällen durch besonders resistente Mikroorganismen,
  • Kostenreduktion im Gesundheitswesen durch Infektionsprävention,
  • verbesserte sozial-wirtschaftliche Lage in den deutsch-niederländischen Grenzregionen.

Im Fokus des Projektes stehen besonders resistente Mikroorganismen wie unter anderem Extended-Spectrum Betalactamase-Erreger (ESBL), Carbapenem-resistente Enterobakterien (CRE), Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) oder Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE).

Projektstruktur
An insgesamt acht Arbeitspaketen sind neben dem Leadpartner Universitair Medisch Centrum Groningen elf weitere Einrichtungen und Organisationen als Projektpartner und Koordinatoren direkt beteiligt:

  • Klinikum Oldenburg-Institut für Krankenhaushygiene,
  • Laboratorium Microbiologie Twente (Labmicta),
  • Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG.NRW),
  • Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES),
  • Niedersächsisches Landesgesundheitsamt (NLGA),
  • Rhein-Kreis Neuss (Gesundheitsamt),
  • Rijksinstituut voor Volksgezondheid en Milieu (RIVM),
  • Stichting Nijmeegs Interconfessioneel Ziekenhuis Canisius Wilhelmina (CWZ),
  • Universität Oldenburg - European Medical School (EMS) Oldenburg-Groningen,
  • Universitätsklinikum Münster (UKM),
  • Universiteit Twente (UT).

Darüber hinaus werden zahlreiche Expertinnen und Experten sowie Einrichtungen als assoziierte Partner integriert, die über eine international anerkannte wissenschaftliche oder klinische Expertise beziehungsweise über Kenntnisse im Bereich zoonotischer Infektionen verfügen.

Beteiligung des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes
Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) ist einer der elf Projektpartner. Die Schwerpunkte des NLGA innerhalb des EurHealth-1Health-Gesamtprojekts sind dabei:

  • Regionalkoordinator für die Netzwerkarbeit und die Qualitätssiegel in der Ems-Dollart-Region (Projektbeteiligte sind die Gesundheitsämter, Krankenhäuser sowie weitere Einrichtungen wie z. B. Pflegeheime und Labore),
  • Kooperationspartner für den Aufbau von ABS (Antibiotic Stewardship)-Kursen,
  • Beteiligung an sektorübergreifenden Studien.
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