Logo Niedersächsisches Landesgesundheitsamt klar

Qualitätssiegel für Rehabilitationskliniken

Infektionsschutz nach außen sichtbar machen


Krankheitserreger kennen keine Grenzen. Diese Erkenntnis bezieht sich nicht nur auf Landes- und Staatsgrenzen, sondern auch auf die Grenzen zwischen den einzelnen Sektoren des Gesundheitswesens. Rehabilitationseinrichtungen sind ein wichtiger Bestandteil des Gesundheitssystems und zentraler Angelpunkt, z.B. in der Nachbehandlung von Traumata, von neurologischen und orthopädischen Erkrankungen und in der Nachsorge und Behandlung von z.B. psychosozialen Erkrankungen.

So unterschiedlich die einzelnen Rehabilitationseinrichtungen im Hinblick auf Ausrichtung und Ausstattungen auch sind, stellen sie doch alle ein Drehkreuz für Patienten dar, die von zu Hause oder aus Akutkrankenhäusern aufgenommen werden und anschließend in weitere Einrichtungen oder nach Hause entlassen werden.

Gerade diese Drehkreuzfunktion erfordert aus infektiologischer Sicht ein angepasstes und auf das Patientenklientel abgestimmtes Hygienemanagement, um einer Verbreitung von Erregern, insbesondere multiresistenten Erregern (MRE) entgegenzutreten. Von zentraler Bedeutung ist hierbei eine gut etablierte und gelebte Basishygiene in allen beteiligten Einrichtungen des Gesundheitswesens, denn neben der ursächlichen Erkrankung bringt der Patient auch immer seine eigene Bakterienflora, mit z.T. auch pathogenen Bakterien, in die entsprechende Einrichtung mit.

Da Rehabilitationseinrichtungen ein wichtiger Partner in der Versorgung von Patienten sind, wurde im Rahmen des Projektes EurHealth-1Health ein Qualitätssiegel für Rehabilitationseinrichtungen, das sogenannte „Rehasiegel", entwickelt. Die Kriterien des Siegels sind auf die unterschiedlichen Ausrichtungen von Rehabilitationseinrichtungen abgestimmt.

Das Rehasiegel ist unterteilt in 10 sogenannte Qualitätsziele, mit unterschiedlichen Inhalte aus den Bereichen Hygiene und Infektionsschutz. Insgesamt können 100 Punkte erreicht werden. Zur Erlangung des Siegels müssen die teilnehmenden Einrichtungen mind. 50% der geforderten Punkte erzielen. In Qualitätszielen, die zentrale hygienische Themen beinhalten, z.B. der Aspekt der Händehygiene, müssen alle Punkte erreicht werden.

Teilnehmende Einrichtungen werden in Form von Informationsmaterial, Fortbildungsveranstaltungen, ggf. Workshops und Beratung durch den öffentlichen Gesundheitsdienst unterstützt.

Im August 2017 startet das Rehasiegel im Nordwesten Niedersachsens. Zu den Auftaktveranstaltungen werden Rehabilitationseinrichtungen mit unterschiedlicher Ausrichtung eingeladen.

Link zu den Dokumenten des Siegels:

Hinweis: Diese Seite befindet sich aktuell im Aufbau und wird noch um weitere Dokumente ergänzt

I.Allgemeine Dokumente:

  • Teilnahmeerklärung
  • Curriculum zur Ausbildung von Hygienebeauftragten
  • Muster-Geschäftsordnung für die Hygienekommission
  • Quellen- und Vorgaben-Liste zur Hygiene in der Reha

II.Informationsmaterial für Rehaeinrichtungen der Gruppe 1 (Einrichtungen mit vorwiegend psycho-sozialer Ausrichtung, wie Mutter-Kind-Einrichtungen, Einrichtungen für Suchtkranke oder essgestörte Personen, d.h. Rehabilitanden der Phasen E und F.)

III.Informationsmaterial für Rehaeinrichtungen der Gruppe 2 (Einrichtungen mit vorwiegend medizinisch-pflegerischer Ausrichtung für Anschlussheilbehandlungen entsprechend der Rehabilitations- Phasen C und D mit unterschiedlichen medizinischen Schwerpunkten wie Orthopädie, Traumatologie, Kardiologie, Neurologie, Onkologie, etc.)

Logos EurHealth-1Health
Logo EurHealth-1Health
zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln