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Bin ich betroffen?

Haus- und Wohnungseigentümer sind dafür verantwortlich, dass die gesetzlichen Grenzwerte innerhalb des Hauses eingehalten werden. Deshalb sollten Trinkwasserinstallationen in Wohngebäuden, die bis Mitte der 1970er Jahre errichtet wurden, auf das Vorhandensein von Bleileitungen überprüft und Bleileitungen in der Hausinstallation durch Rohre aus unbedenklichen Materialien ersetzt werden.

Wie kann festgestellt werden, ob die Leitung aus Blei ist?

Als Eigentümer:
Falls noch vorhanden, Einsicht in die Unterlagen vom Hausbau nehmen. Eventuell gibt es einen Installateur, der das Haus schon lange kennt und vielleicht bereits an der Hausinstallation gearbeitet hat? Hier könnte es sich lohnen nachzufragen.

Wenn man weiß wie Bleileitungen aussehen, lassen sie sich leicht erkennen. Beispiele für Bleileitungen finden Sie in unserer Bildergalerie. Zwar sind die Wasserleitungen im Gebäude überwiegend unter Putz verlegt, im Keller und teilweise in der Wohnung liegen aber meist kurze Abschnitte nahe der Anschlüsse frei:

Bleileitungen...

  • klingen beim draufklopfen nicht metallisch
  • sind silbergrau-matt
  • sind weich, lassen sich sehr leicht z.B. mit einer Münze einritzen
  • sind biegsam, teilweise in geschwungenen Linien verlegt

Wenn Sie sicher gehen wollen: Lassen Sie sich bei der Kontrolle der Leitungen ggf. von einem Installateur begleiten (Seite Ansprechpartner).

Als Mieter:
Hauseigentümer, Hausverwalter, Hausmeister fragen. Seit dem 01.12.2013 besteht seitens des Eigentümers eine Informationspflicht gegenüber dem Mieter, wenn bekanntermaßen Bleileitungen vorhanden sind.

Kann ich mein Wasser untersuchen lassen?

Trinkwasser kann auch auf den Bleigehalt hin untersucht werden. Die vollständige und rechtlich belastbare Untersuchung ist aufwendig und eventuell bietet sich auch zunächst eine etwas einfachere, orientierende Untersuchung an.

Orientierende Untersuchung

Im Rahmen der Initiative für den Austausch von Bleileitungen bieten die Gesundheitsämter in Zusammenarbeit mit dem Landesgesundheitsamt (NLGA) kostengünstige Screening-Untersuchung auf Blei an. Das Ergebnis einer solchen Untersuchung ist zwar nicht mit den Grenzwerten der Trinkwasserverordnung beurteilbar, kann aber Hinweise auf das Vorhandensein von Bleileitungen geben. Die Kosten hierfür betragen ca. 15 €, die Probe nehmen Sie selbst und versenden Sie per Post.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an das für Sie örtlich zuständige Gesundheitsamt (Link zur Gesundheitsamtssuche des Robert Koch-Instituts). Teilweise bieten auch die zugelassenen Trinkwasseruntersuchungsstellen (Liste der in Niedersachsen zugelassenen Trinkwasseruntersuchungsstellen) (Trinkwasserlabore) oder die Wasserversorger kostengünstige Screening-Untersuchungen auf Blei an. Welche Trinkwasserlabore bei Ihnen in der Nähe sind, können Sie auch bei Ihrem Gesundheitsamt erfragen.

Untersuchungen zur Überprüfung der Einhaltung des Grenzwertes (UBA)

Damit die Messergebnisse auch mit den Grenzwerten der Trinkwasserverordnung beurteilt werden können, muss nach einer Empfehlung des Umweltbundesamtes (UBA) das zu untersuchende Wasser exakt vier Stunden in der Leitung gestanden haben. Zusätzlich muss die Wasserprobe von einem Probenehmer eines amtlich zugelassenen Labors genommen worden sein, damit sie rechtlich verwertbar ist. Da nach dieser Vorgabe sowohl vor der Standzeit des Wassers in der Leitung als auch danach jeweils eine weitere Probe genommen werden muss, fallen zusätzlich Kosten für die An- und Abfahrt an.

Dieses Probennahmeverfahren wird von vielen zugelassenen Trinkwasseruntersuchungsstellen (Liste der in Niedersachsen zugelassenen Trinkwasserunteruchungsstellen) und teilweise auch von Ihrem örtlich zuständigen Gesundheitsamt angeboten.

Wer hilft bei Fragen zum Untersuchungsergebnis?

Bei auffälligen Werten kann Sie Ihr örtliches Gesundheitsamt beraten und weitere Maßnahmen zum Schutz Ihrer Gesundheit, wie z.B. eine eingehende Untersuchung des Trinkwassers, veranlassen. Die Gesundheitsämter überwachen die Einhaltung der Trinkwasserverordnung (Link zur Gesundheitsamtssuche des Robert Koch-Instituts).

Wasserproben

Wasserproben

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Jessica Laß

Nds. Landesgesundheitsamt
Wasserhygiene
Roesebeckstr. 4-6
30449 Hannover
Tel: 0511-4505-0

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