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Grippewelle in Niedersachsen hat begonnen

NLGA-Präsident Dr. Fabian Feil: „Ob die Welle überdurchschnittlich intensiv wird, lässt sich nicht vorhersagen“

Laut Definition beginnt die Influenza-Welle, wenn über 20 Prozent der Laborproben am Niedersächsischen Landesgesundheitsamt (NLGA) positiv auf Influenza getestet werden. Das ist in der vergangenen Woche der Fall gewesen, in der 25 Prozent der analysierten Proben Influenza-positiv waren. Damit hat die Grippesaison auch in Niedersachsen gestartet.

„Typischerweise beginnt die Influenza-Saison im Januar und geht in etwa bis Ostern. Insofern startet die Welle in diesem Jahr verhältnismäßig früh“, erklärt NLGA-Präsident Dr. Fabian Feil. „Ob diese auch überdurchschnittlich intensiv wird, lässt sich nicht vorhersagen – allerdings haben wir am Landesgesundheitsamt zahlreiche Indikatoren, um die aktuelle Lage zu bewerten. Insgesamt zeigen unsere Daten, dass das Erkältungsgeschehen momentan auf einem für die Jahreszeit typischen Niveau ist. Dabei spielen neben Influenza auch andere Erreger wie COVID-19 eine Rolle.“ Das Labor des NLGA untersucht Rachenabstriche von zufällig ausgewählten Patientinnen und Patienten mit Atemwegserkrankungen. Zur Bewertung der Erkältungssaison werden weitere Daten wie Krankenstände in Kindertagesstätten, Meldedaten nach Infektionsschutzgesetz sowie Daten der AOK-Niedersachsen zu Krankmeldungen genutzt.

„Die Impfung ist der beste Schutz gegen die Influenza – vor allem, weil sie präventiv wirkt. Die volle Wirkung entwickelt die Impfung nach etwa 14 Tagen, es wäre also noch ein guter Zeitpunkt, sich und andere vor der Influenza zu schützen. Vor allem Risikogruppen und denen, die mit solchen in Kontakt sind, wird der Impfschutz empfohlen und kann auch nach Beginn der Grippewelle noch sinnvoll sein“, betont Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi. Insbesondere in Verbindung mit Vorerkrankungen kann die Influenza schwer verlaufen oder sogar tödlich sein. In der Saison 2024/2025 sind in Niedersachsen 134 Personen mit einer Influenza-Infektion gestorben. Besonders vulnerable Gruppen haben ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Um sich selbst und andere zu schützen, wird auch nach Beginn der Grippewelle die Influenzaschutzimpfung empfohlen.

Im ARE-Bericht des NLGA werden aktuelle Informationen zu Influenza und anderen Atemwegserkrankungen wöchentlich aufbereitet und bewertet. ARE steht für akute respiratorische Erreger, also Atemwegserkrankungen:

 www.are-surveillance.nlga.niedersachsen.de

Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) empfiehlt die jährliche Grippeschutzimpfung insbesondere für folgende Personengruppen:

  • Menschen ab 60 Jahren
  • Personen mit chronischen Grunderkrankungen (z. B. Herz-Kreislauf-, Atemwegs- oder Stoffwechselerkrankungen)
  • Schwangere ab dem zweiten Trimester
  • Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen
  • Medizinisches Personal und Personen mit erhöhtem beruflichen Infektionsrisiko
  • Angehörige und enge Kontaktpersonen von Risikopatientinnen und -patienten


nlga

Artikel-Informationen

erstellt am:
17.12.2025

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