Schutzimpfungen
Für uns alle sollte es selbstverständlich sein, sich und seine Mitmenschen vor Infektionskrankheiten zu schützen. Impfungen bieten hierfür die beste Möglichkeit.
In vielen Bereichen des täglichen Lebens legen wir großen Wert auf Sicherheit und tun alles Nötige um einen größtmöglichen Schutz für uns selber aber auch für andere zu erreichen. In Anlehnung an die TÜV Untersuchung für Autos, sollten wir auch unseren Impfschutz regelmäßig überprüfen bzw. überprüfen lassen.
Nachfolgend finden Sie einige grundlegende Aussagen zum Impfen. Zusätzlich weiterführende Links zu einzelne Impfungen oder Institutionen sowie Download-Möglichkeiten von Informationsmaterialien.
Impfungen sind die wichtigsten und erfolgreichsten Vorsorgemaßnahmen im Kampf gegen gefährliche Infektionskrankheiten. Im Säuglings- und Kleinkindesalter wird normalerweise der Impfschutz durch eine sogenannte Grundimmunisierung aufgebaut. Um den Impfschutz langfristig zu gewährleisten, sind meist im Jugend- bzw. Erwachsenenalter sogenannte Auffrischungsimpfungen erforderlich.
In Niedersachsen entsprechen die Impfempfehlungen den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO*). Der Impfkalender der STIKO für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene umfasst Impfungen zum Schutz vor: Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Haemophilus influenzae Typb (HiB), Poliomyelitis, Pneumokokken, Meningokokken, Masern, Mumps, Röteln, Hepatitis B, Windpocken, HPV, Influenza sowie Herpes Zoster.
Das Niedersächsisches Landesgesundheitsamt (NLGA) aktualisiert regelmäßig die Broschüre „Impfen Schützt!“, in der die empfohlenen Impfungen für Menschen in verschieden Lebensabschnitten kurz zusammengestellt sind. Die Broschüre kann über die Download-Spalte heruntergeladen werden, darunter finden Sie auch weiterführende Links zum Thema Impfen.
Das Niedersächsisches Landesgesundheitsamt (NLGA) aktualisiert regelmäßig die Broschüre „Impfen Schützt!“, in der die empfohlenen Impfungen für Menschen in verschieden Lebensabschnitten kurz zusammengestellt sind. Die Broschüre kann über die Download-Spalte heruntergeladen werden, darunter finden Sie auch weiterführende Links zum Thema Impfen.
Die von der Ständigen Impfkommission (STIKO)* empfohlenen Impfungen sind ein wichtiger Schutz vor schweren Krankheiten. Wir müssen uns immer wieder bewusstmachen, dass diese Erkrankungen und deren Folge auch zu lebenslangen Behinderungen und Tod führen können.
Impfungen dienen aber nicht nur dem eigenen Schutz. Sie sind auch praktizierte Solidarität mit anderen Menschen, die wegen bestehender chronischer Erkrankungen, z. B. mit Lebendimpfstoffen, nicht geimpft werden dürfen, und daher stark gefährdet sind. Personen, die durch Impfungen geschützt sind, helfen mit, die Verbreitung von Infektionen zu unterbrechen. Wenn viele Menschen durch eine Impfung geschützt sind, schirmen sie die gefährdeten Personen ab und tragen so indirekt zu deren Schutz vor einer Infektion bei.
Impfungen dienen aber nicht nur dem eigenen Schutz. Sie sind auch praktizierte Solidarität mit anderen Menschen, die wegen bestehender chronischer Erkrankungen, z. B. mit Lebendimpfstoffen, nicht geimpft werden dürfen, und daher stark gefährdet sind. Personen, die durch Impfungen geschützt sind, helfen mit, die Verbreitung von Infektionen zu unterbrechen. Wenn viele Menschen durch eine Impfung geschützt sind, schirmen sie die gefährdeten Personen ab und tragen so indirekt zu deren Schutz vor einer Infektion bei.
Der ausgestellte Impfpass ist ein wichtiges Dokument und sollte daher immer mit anderen wichtigen Dokumenten wie z. B. Personalausweis oder Reisepass aufbewahrt werden. Er sollte bei einem Arztbesuch vorgezeigt werden. Halten Sie Ihren Impfausweis griffbereit!
Die von der STIKO* empfohlenen Impfungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.
Die Ärztin/der Arzt, die/der die Impfungen durchführt, informiert über die Impfung und berät bei allen Fragen rund ums Impfen.
Die heute eingesetzten Impfstoffe sind in der Regel gut verträglich. Gelegentlich kann es einige Tage nach der Impfung zu Schmerzen im Bereich der Einstichstelle oder auch zu vorübergehendem Fieber oder Unwohlsein kommen. Diese Reaktionen sind ein Zeichen für die Wirksamkeit der Impfung. Sie zeigen an, dass sich der Körper mit dem Impfstoff auseinandersetzt. Schwere Nebenwirkungen kommen extrem selten vor. Im Falle einer schweren Impfnebenwirkung sollte die impfende Ärztin / der impfende Arzt sofort informiert werden. Diese seltenen Fälle werden an das Gesundheitsamt und von dort an das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gemeldet und weiter untersucht. Das PEI veröffentlicht auch auf seiner Homepage die eingegangenen Meldungen (https://www.pei.de/DE/arzneimittelsicherheit-vigilanz/pharmakovigilanz/uaw-datenbank/uaw-datenbank-node.html)
Die heute eingesetzten Impfstoffe sind in der Regel gut verträglich. Gelegentlich kann es einige Tage nach der Impfung zu Schmerzen im Bereich der Einstichstelle oder auch zu vorübergehendem Fieber oder Unwohlsein kommen. Diese Reaktionen sind ein Zeichen für die Wirksamkeit der Impfung. Sie zeigen an, dass sich der Körper mit dem Impfstoff auseinandersetzt. Schwere Nebenwirkungen kommen extrem selten vor. Im Falle einer schweren Impfnebenwirkung sollte die impfende Ärztin / der impfende Arzt sofort informiert werden. Diese seltenen Fälle werden an das Gesundheitsamt und von dort an das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gemeldet und weiter untersucht. Das PEI veröffentlicht auch auf seiner Homepage die eingegangenen Meldungen (https://www.pei.de/DE/arzneimittelsicherheit-vigilanz/pharmakovigilanz/uaw-datenbank/uaw-datenbank-node.html)
Bei akuten schweren Infektionen mit Fieber über 38,5°C sollte keine Impfung durchgeführt werden.
Bei bekannten Allergien (z. B. Hühnereiweißallergie, Allergie auf Bestandteile des Impfstoffes) und chronischen Erkrankungen (z. B. Asthma, Ekzem) muss die impfende Ärztin/der impfende Arzt im Einzelfall entscheiden, ob eine Impfung möglich ist. Die Ärztin/der Arzt sollte daher immer über das Vorliegen einer Erkrankung und deren Behandlung sowie bei Frauen auch über das Vorliegen einer Schwangerschaft in Kenntnis gesetzt werden. Bei leichten Erkrankungen (z. B. Erkältungen ohne höheres Fieber) kann eine Impfung normalerweise durchgeführt werden.
Bei einer Schwangerschaft dürfen sog. Lebendimpfstoffe (z.B. Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln, Varizellen oder Gelbfieber) nicht verabreicht werden. Impfstoffe, die nur Erregerbruchstücke oder abgetötete Erreger enthalten, sog. Totimpfstoffe, können aber nach ärztlicher Rücksprache auch in der Schwangerschaft eingesetzt werden. Die Grippeschutzimpfung wird gerade Schwangeren dringend empfohlen.
Bei bekannten Allergien (z. B. Hühnereiweißallergie, Allergie auf Bestandteile des Impfstoffes) und chronischen Erkrankungen (z. B. Asthma, Ekzem) muss die impfende Ärztin/der impfende Arzt im Einzelfall entscheiden, ob eine Impfung möglich ist. Die Ärztin/der Arzt sollte daher immer über das Vorliegen einer Erkrankung und deren Behandlung sowie bei Frauen auch über das Vorliegen einer Schwangerschaft in Kenntnis gesetzt werden. Bei leichten Erkrankungen (z. B. Erkältungen ohne höheres Fieber) kann eine Impfung normalerweise durchgeführt werden.
Bei einer Schwangerschaft dürfen sog. Lebendimpfstoffe (z.B. Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln, Varizellen oder Gelbfieber) nicht verabreicht werden. Impfstoffe, die nur Erregerbruchstücke oder abgetötete Erreger enthalten, sog. Totimpfstoffe, können aber nach ärztlicher Rücksprache auch in der Schwangerschaft eingesetzt werden. Die Grippeschutzimpfung wird gerade Schwangeren dringend empfohlen.
Sehr wünschenswert wäre es, wenn alle Impfungen zu 100% bei allen Geimpften eine Schutzwirkung erzielen könnten. Leider ist das nicht so! Wie bei jeder anderen medizinischen Maßnahme, gibt es auch nach Impfungen immer wieder Menschen, die keinen ausreichenden Schutz vor der Erkrankung aufbauen können. Manche erkranken dann trotz Impfung! Woran das im Einzelnen liegt, ist schwer zu sagen. Es können Schwachstellen im Immunsystem des Einzelnen oder auch das Alter sein, es kann aber auch an den Impfstoffen bzw. deren Lagerung oder an der Art und Weise, wie die Impfung verabreicht wurde, oder auch an einem nicht eingehaltenen Impfschema (Impfabstände) liegen.
Aufgrund jahrelanger Erfahrungen ist bekannt, dass die empfohlenen Impfungen unterschiedlich gut wirken. So erzeugt beispielsweise die Masern-Impfung bei 95% der Geimpften einen Schutz, bei der Grippeschutzimpfung sind es altersabhängig nur 40% bis 75%. Da es für die meisten der durch Impfungen zu verhütenden Erkrankungen keine Behandlungsmöglichkeit gibt bzw. diese im Ernstfall oft zu spät kommt, sind Impfungen das Beste was wir haben, um uns vor diesen Erkrankungen zu schützen. Dass dies in Einzelfällen einmal nicht klappt, darf uns nicht an der Sinnhaftigkeit der Impfungen an sich und deren Verdienste bei der Bekämpfung bzw. Ausrottung von Infektionskrankheiten zweifeln lassen.
Aufgrund jahrelanger Erfahrungen ist bekannt, dass die empfohlenen Impfungen unterschiedlich gut wirken. So erzeugt beispielsweise die Masern-Impfung bei 95% der Geimpften einen Schutz, bei der Grippeschutzimpfung sind es altersabhängig nur 40% bis 75%. Da es für die meisten der durch Impfungen zu verhütenden Erkrankungen keine Behandlungsmöglichkeit gibt bzw. diese im Ernstfall oft zu spät kommt, sind Impfungen das Beste was wir haben, um uns vor diesen Erkrankungen zu schützen. Dass dies in Einzelfällen einmal nicht klappt, darf uns nicht an der Sinnhaftigkeit der Impfungen an sich und deren Verdienste bei der Bekämpfung bzw. Ausrottung von Infektionskrankheiten zweifeln lassen.
* Ständige Impfkommission (STIKO): Ein Expertengremium, welches vom Gesundheitsministerium berufen wird und seine Geschäftsstelle am Robert Koch-Institut in Berlin hat.
Weiterführende Links
Hier finden Sie weiterführende Informationen zum Thema Impfen
- Informationsmaterial des RKI zu Impfungen in verschiedenen Sprachen
- Impfmythen: Falschinformationen wirksam aufklären (RKI)
- Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut
- Informationen des Bundesinstituts für öffentliche Gesundheit (BIÖG) zu Impfungen
- Informationen vom Deutschen Grünen Kreuz (DGK) zum Thema Impfen
